Attraktivierung des Ortskerns?

Attraktivität kann man daran  messen, wie viel Menschen man im Ortskern antrifft, tagsüber beim Einkaufen, abends und am Wochenende beim Flanieren und gemütlichen Zusammensitzen (wobei dies natürlich auch tagsüber sein darf).

Betrachtet man andere Beispiele, so scheint hierfür in erster Linie eine positive Wirkung von der Freiluft-Gastronomie auszugehen. Man muss nur einmalmal nach Stuttgart in die Calwer Straße und in andere äußerlich ähnliche Strassen gehen, um den Unterschied zu sehen. Hier mangelt es in Kernen sicher an geeigneten Plätzen (die wenigen Beispiele am Ort liegen denkbar ungünstig), in erster Linie aber an Unternehmern, die so etwas machen wollen.

Hier ist die Gemeinde gefordert, bei der Suche von gewillten Personen,  aber auch bei der Realisierung der Voraussetzungen. Ein hervorragend geeigneter Platz in Rommelshausen wäre das alte Pfarrhaus mit Pfarrgarten.

Um die Einkaufsszene zu verbessern, braucht es zunächst ein attraktives Angebot. Aber einfach Dinge des Bedarfs anzubieten, scheint heute nicht mehr ausreichend. Kostenseitig haben kleine Geschäfte sowieso kaum Chancen gegen Discounter, Baumärkte, Fabrikverkäufe etc. auf der grünen Wiese.

Erlebniseinkauf ist wohl das Schlagwort, wobei dies viel sein kann: Von Blickfängen in Schaufenstern angefangen bis zu Kursen im speziellen Milieu. Einfallsreichtum und Kreativität ist hier gefragt. Klagen und der Discounter am Ortsrand bringen nicht weiter.
 
Fritz Braun
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